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Steinbachpfad

Der Sonne entgegen...
Sonnenverwöhnte Höhenzüge, weite Blicke, dunkle Schluchten und sumpfige Auenlandschaften – der Ottweiler "Steinbachpfad" bietet Abwechslung pur


Blies Grenz Weg



Er ist echter Genussweg, jener Ottweiler "Steinbachpfad". Unterschiedlichste Landschaftselemente fügen sich wie bei einem Puzzle zu einem wunderbaren Bild zusammen und machen diesen, an Kontrasten so reichen Weg zu einem unterhaltsamen Ereignis.

Schon der Beginn – ein Wechselspiel der Eindrücke. Der Wanderer startet in einen attraktiven Laubwald, um ihn Minuten später auch schon wieder mit einem ganz besonderen "Aha-Effekt" zu verlassen. "Sonnenschein & Aussicht" stehen nun im Fokus, und von beidem gibt es auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz "Betzelhübel" jede Menge!
Die flache Hochebene mit ihren satt-grünen Wiesen scheint kein Ende zu nehmen, allein einige kleinere Buschinseln und vereinzelte Streuobstbäume fixieren den Blick. Schatten ist hier oben ein Fremdwort, strahlender Sonnenschein in der Regel ein treuer Wegbegleiter. Und die Aussicht im 360°-Radius ist einfach unbeschreiblich. Über ausgewaschene Erdwege und schmale Pfade geht es über die Hochebene, immer wieder neue Blicke auf das sanft-hügelige Umland erhaschend. Blühender Ginster, lila-farbene Wiesenblumen, dornige Hecken und mehrere knorrige Streuobstbäume, in denen sich ganze Vogelscharen aufhalten, verleihen der lang gezogenen Hochebene zahlreiche bunte Tupfer.

Die saarländische Toskana bleibt zurück, die pralle Sonne weicht dem kühlenden Schatten des Waldes, an dessen Rand es nun stetig bergab geht. Auch hierbei wird der Wanderer mit herrlichen Aussichten auf Wiesen und dichte Weizenfelder verwöhnt, die mediterrane Leichtigkeit der Landschaft jedoch ist dahin.
Am idyllisch gelegenen Naherholungsgebiet "Kerbacher Loch" mit seiner Schutzhütte, den zahlreichen Bänken und Tischen lohnt eine kurze Rast, denn nun wird es abenteuerlich.

Die "Kerbach-Klamm" hat etwas Wildes, etwas Ungebändigtes an sich. Stürme und Wassergewalten haben im Laufe der Jahre so manchen stolzen Baumriesen erlegt, der sich daraufhin in die tiefe Schlucht gestürzt hat und mittlerweile als bizarres Totholz von zahlreichen Moosen, Flechten und Pilzen in Besitz genommen wurde.
Alles ist eng, dunkel, feucht und abschüssig hier unten, während sich das Wasser des Kerbaches durch die zahlreichen natürlichen Hindernisse kräftig plätschernd einen Weg bahnt. Ein schmaler Hangpfad hilft dabei, den Wassergewalten ganz nahe zu kommen.
Allerdings nicht lange, denn so schnell man in die tiefe Klamm hinabgestiegen ist, so schnell verlässt man sie auch wieder. Fast senkrecht geht es auf dem weichen Waldboden den Hang hinauf. Alle Höhenmeter der Tour wurden augenscheinlich nur in diesen einen Aufstieg gepackt.
Oben angekommen, wird es wieder ganz relaxt. Durch herrlichen Buchenwald führt der "Steinbachpfad" nun stetig bergab, einem neuen Abenteuer entgegen.

Auf die Schluchten-Wildnis der "Kerbach-Klamm" folgt nun eine echte Wasser-Wildnis, denn die sumpfigen Auenbereiche der renaturierten Oster bieten ungebändigte Natur pur.

Der "Steinbachpfad" sucht sich seinen Weg durch den dichten Heckengürtel in ihrem Randbereich und gleicht dabei einem Irrgarten des unkontrollierten Wildwuchses. Unzählige Weidenbäume verwehren dem neugierigen Sonnenlicht den Eintritt in diese geheimnisvolle Welt. Meterhohe Gräser und blühende Sumpfpflanzen ausgedehnter Feuchtwiesen schirmen draußen den eigentlichen Flusslauf von ungebetenen Eindringlingen ab, sorgen für eine kunterbunte Spielwiese für Insekten aller Art.
Am Rande eines mächtigen Kerbtales, das sich tief in den Buntsandstein gegraben hat, und durch das sich der "Steinbacher Bach" spektakulär in zahlreichen Kaskaden hinunterstürzt, beginnt der Aufstieg, während die urwüchsige Oster im Tal zurück bleibt.

Das liebevoll gepflegte Freizeitgelände "Hiemes" am Rande von Ottweiler-Steinbach ist ein letztes Etappenziel, bevor es über einen sonnigen Höhenrücken, mit zahlreichen Ausblicken auf das Umland, zurück zum Steinbacher Sportplatz geht, dem Ausgangspunkt dieser erlebnisreichen Tour.


Natur pur



Premiumwanderweg

"STEINBACHPFAD"



Länge: 7,0 km
Gehzeit: 3 bis 3,5 Stunden
Empfohlene Gehrichtung:
Gegen den Uhrzeigersinn
Höhenmeter: 166 m

Profil: Von allem etwas, und dies nicht zu anstrengend – lautet das Motto des Steinbachpfades, der sich dekorativ um das malerische Dörfchen im Ostertal windet. Eine herrliche Einsteigertour für Premiumnovizen, aber auch für Familien mit größeren Kindern bestens geeignet. Leichte bis mittlere Kondition wird vorausgesetzt.
Startpunkt: Wander-Portal am Sportplatz von Ottweiler-Steinbach
Anreise: Mit den eigenen Fahrzeug über die A 8 (Zweibrücken – Saarlouis), bis zur Abfahrt Ottweiler. Weiter auf der B 41 nach Ottweiler und von dort auf der B 420 in Richtung Kusel bis nach Steinbach. In der Ortsmitte links in die "Ottweiler Straße", der Weg zur Sportplatz ist ausgeschildert.
Beste Zeit: Die Tour ist ganzjährig begehbar, ausgenommen bei Eis und Schnee.
Pkw-Navigation: Zum Sportplatz, 66564 Ottweiler-Steinbach
Zertifiziert mit dem Deutschen Wandersiegel.
Erreichte Punktzahl:
57 Erlebnispunkte


Infos:
Tourismus- & Kulturzentrale Landkreis Neunkirchen,
Zum Bergwerk 10,
66578 Landsweiler-Reden,
Telefon 06821/9729214, www.rosenkreis.de