
Sprudelnde Bäche, grenzenlose Fernsichten, historische Grenzsteine, und dazu noch farbenprächtige Orchideen und Schmetterlinge konditionsstarke Wanderer tauchen ein in die Wunder der Natur...

Der "Bietzerberger" vereint "fast" alle wünschenswerten Premium-Attribute in einem Weg: idyllische Bachläufe, offene Wiesen und Felder, verschlungene Pfade und schattige Wälder, grenzenlose Fernsichten und unendlich erscheinende Weiten. Vielleicht ist er auch deshalb etwas lang geworden, denn mit 17,5 Kilometern Länge und 280 zu überwindenden Höhenmetern ist er die perfekte Ganztagestour für lange Sommertage...
Diese beginnt an einem einsam gelegenen Wanderparkplatz, der so abseits liegt, wie der gesamte "Bietzerberg". Es sind nur ein paar Schritte, dann ist man auch schon mittendrin im Tal des wildromantischen Ohligbaches, jenem Tal, das die Menschen des Bietzerberges liebevoll das "Mühlental" nennen, weil hier einst so viele davon in Betrieb waren.
Der Ohligbach gibt sich wild. Ein Steg hilft ans andere Ufer, dann beginnt der Aufstieg. Es geht nun stetig bergauf, immer dem Wasserlauf folgend. Schon nach kurzer Zeit werden die Relikte eines alten Westwallbunkers und das "Runde Türmchen" passiert, das früher einmal zu einer inzwischen zusammengebrochenen Staumauer gehörte, die aus dem Mühlenbach einen großen See werden ließ. Die Steine bemoost, von mächtigen Bäumen umringt, den plätschernden Bach im Rücken, erscheint das malerische Türmchen wie die prächtige Kulisse aus einem Märchen...
Am Zusammenfluss zweier Bäche geht´s dann durch eine Furt weiter bergauf, am urwaldähnlichen Dellborn-Bach entlang.
Die steinernen Überreste der Geiermühle erinnern an die längst vergangene Mühlentradition, ebenso wie der idyllische Weiher des Ziehborns, an dem schon in alten Zeiten die Bauern des Bietzerberges ihr Vieh tränkten und auch ihr Trinkwasser schöpften.
Es folgt der heftigste Anstieg der Tour, hinauf zum "Dreieckigen Wäldchen". Rund 120 Höhenmeter sind zu überwinden, um auf das Hochplateau des Bietzerberges zu gelangen, echt schweißtreibend. In diesem Wäldchen fällt ein behauener, weißer Stein auf einer von insgesamt acht "Sonnensteinen" des bekannten Merziger Bildhauers Prof. Paul Schneider.
Von dort geht es durch die weite Hochebene noch ein paar Meterchen höher, zum Aussichtspunkt "Saarlouiser Berg". Die sich bietende Fernsicht, einfach genial. Am besten man genießt sie im Liegen, von der gemütlichen Sinnenbank aus...
Nächstes Highlight: Eine einsame Apfelplantage mitten auf der Hochebene, und der "Bietzerberger" lässt es sich nicht nehmen, die vitaminreiche Pracht auf voller Länge zu durchqueren. Eine Vesperinsel mit imposantem Ausblick ins Merziger Becken samt Saar bietet zudem Platz für eine ausgiebige Pause.
Kurz darauf der nächste Aha-Effekt: Der "WilderWaldWeg", ein vom Umweltministerium prämierter Waldlehrpfad. Lassen Sie sich überraschen, aber eines sei hier bereits verraten: auf diesen Laufstegen dürfen Sie sich als Models fühlen...
Dann das absolute Tour-Highlight: Das einzigartige Naturschutzgebiet "Wolferskopf" steht auf der Wander-Agenda, einschließlich einer sensationellen "Galerie der Aussichtspunkte".
"Aussichtspunkt Haustadter Tal", "Aussichtspunkt am Sonnenstein", "Saartalblick", "Fischerberghaus" und "Aussichtspunkt Katzenberg" heißen die exponierten "Aha"- und "Oho-Plätze", die wie Perlen an einer Kette nun dicht aufeinander folgen. Meistens steht noch eine gemütliche Sinnenbank bereit, so dass man sich dem ganz besonderen Aussichts-Feeling wunderbar hingeben kann...
Den erlebnisreichen Schlusspunkt setzt nochmals das wildromantische Ohligbachtal, auf dem Weg zurück zum Einstiegspunkt.

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Premiumwanderweg
"DER BIETZERBERGER"
Länge: 17,5 km
Gehzeit: 6 bis 6,5 Stunden
Empfohlene Gehrichtung:
Im Uhrzeigersinn
Höhenmeter: 280 m
Profil: Naturerlebnis pur mit herrlichen Fernsichten in hügeligem Gelände. Schmale verwurzelte Pfade, ein langgezogener, schweißtreibender Anstieg, der gute Kondition verlangt , dazu rund 6 Stunden Wanderzeit und fast 18 Kilometer in den Knochen konditionsstark sollte man schon sein, will man den Bietzerberg erobern.
Im Winter rutschige und schlammige Passagen auf dem Hochplateau zwischen "Saarlouiser Berg" und "WilderWaldWeg".
Startpunkt: Wander-Parkplatz im unteren Mühlental, an der B 51 zwischen Merzig und Beckingen in Richtung Menningen (direkt hinter der Eisenbahnunterführung links). Ein weiterer Einstiegspunkt findet sich am "Fischerberghaus" in Beckingen.
Anreise: Mit dem eigenen Fahrzeug über die A 8 (Zweibrücken Luxemburg), Ausfahrt Rehlingen. Über die Saarbrücke nach rechts bis zur B 51. Dieser nach links in Richtung Beckingen/Merzig folgen. Nach dem Beckinger-Ortsteil Saarfels, rechts ab in Richtung Menningen durch die Eisenbahnunterführung. Der Wanderparkplatz liegt direkt dahinter auf der linken Seite.
Öffentlich mit der Bahn auf der Strecke Saarbrücken Merzig bis Haltepunkt Fremersdorf. Von dort sind es nur wenige Meter bis zum Einstiegspunkt.
Beste Zeit: Der "Bietzerberger" ist ganzjährig begehbar, ausgenommen bei Eis und Schnee.
Pkw-Navigation:
66663 Merzig-Menningen
Zertifiziert mit dem Deutschen Wandersiegel.
Erreichte Punktzahl:
65 Erlebnispunkte
Infos:
Tourist-Information der Kreisstadt Merzig,
Poststraße 12,
66663 Merzig,
Telefon 06861/85-223,
www.merzig.de
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